FRAGEN AN ARNO?

Immer dann, wenn Dein Rhododendron schon einige Jahre auf dem Buckel hat und mittig vielleicht sogar kahl geworden ist, kannst Du mit einem Verjüngungsschnitt so einiges bewirken. Diesen Schnitt solltest Du unmittelbar nach der Blütezeit ansetzen, also in der Zeit von Mitte Mai bis Ende Juni. Zwar wäre das Frühjahr die beste Zeit den Schnitt durchzuführen, dies allerdings würde bedingen, dass Du dann auch sämtliche Blüten abschneiden müsstest. Somit ist es am zweckmäßigsten dies später zu machen. Für den Rhododendron selbst stellt das kein Problem dar. 


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Wenn du dich fragst, ob Du Deinem Rhododendron auch einen radikalen Rückschnitt zumuten kannst, dann lässt sich dies mit einem klaren „Ja“ beantworten. Rhododendren sind äußerst schnittverträglich, umbringen lassen sich diese nicht so leicht. Entscheidest Du Dich also für einen Radikalschnitt, dann wächst die Pflanze ins alte Holz zurück. Danach treibt der Rhododendron aus den sogenannten "Schlafenden Knospen" neu aus. Neue Blüten gibt es jedoch dann frühestens nach fünf Jahren wieder. 

Grundsätzlich kannst Du ohne Bedenken rund ein Drittel wegschneiden. Durch den Extremschnitt, man sagt auch auf Stock setzen, kann es vorkommen, dass die Unterlage wieder ausschlägt. Damit bist Du mit einem Drittel auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Naturgemäß ist der Rhododendron recht wuchsfreudig, mit dem Wachstum geht es jedoch langsam voran. Und alles was im Reich der Pflanzen gemächlich vorangeht, muss nicht regelmäßig zurückgeschnitten werden. Allerdings darfst du den Strauch jederzeit schneiden, wenn er Dir zu groß geworden ist. Auf diese Art und Weise sorgst Du gleichzeitig dafür, dass der Rhododendron im Rahmen eines Formschnitts nicht übermäßig viel Platz im Garten beansprucht. Eines solltest Du aber auf jeden Fall bedenken: Beschnittene Äste blühen im nächsten Jahr nicht. 

Es ist möglich den Rhododendron in Etappen zu schneiden, aber nicht zwingend nötig. Sofern Du die Pflanze weniger schädigen willst, wäre es für den Rhododendron vom Grundsatz her besser, und selbstverständlich auch für die Optik. In ihrem Inneren sind alle Rhododendren völlig kahl, sie warten lediglich mit einem äußeren Blätterdach auf. 

Wenn Du zuerst oben schneidest, dann kommt wieder mehr Licht nach Innen und neue Blatttriebe entstehen. Danach, im Folgejahr, nur noch von den Seiten schneiden, so hast Du dann wenigstens noch ein bisschen Grün. 

Wenn Du nach der Blüte Deines Rhododendrons eher einen schonenden Verjüngungschnitt ansetzt, dann sind die jeweiligen Schnittstellen bereits im nächsten Jahr unter den nachwachsenden Ästen verborgen. Die Pflege nach der Blüte und nach dem verjüngenden Schnitt ist ebenfalls von großer Bedeutung.

Damit das Wachstum Deines Rhododendron das Jahr über nicht eingebremst wird, solltest Du Dich während der Blütezeit stets um die Blüten kümmern. Denn sie sollen eigentlich keine Samen ausbilden, dies kostet nur unnötige Kraft. Hierzu drückst Du fest mit Daumen und Zeigefinger an der Stelle, an der die verblühte Dolde sitzt, und knickst sie mit der anderen Hand ab. So kannst Du erfolgreich verhindern, dass der Stängel nicht an einer unerwünschten Stelle bricht. Eine solche Präzisionsarbeit gelingt Dir mit der Schere in aller Regel nicht.

Rhododendren gehören zu den anspruchsvollen Blütensträuchern. Die genaue Pflege hängt immer auch von der jeweiligen Sorte ab: Hier unterscheidet man die kleinbleibenden von denen, die eine Höhe von 20 Metern erreichen können. Wenn Du den Rhododendron richtig pflegst und ihm einen optimalen Standort gibst, wird er gut gedeihen und Dich jedes Jahr im Frühling mit seiner prächtigen Blüte erfreuen. Damit das gelingt, benötigt der Rhododendron den perfekten Standort: Er bevorzugt einen halbschattigen Platz sowie lockere und kalkfreie Erde. Der Boden sollte gleichmäßig durchfeuchtet und humusreich sein. Außerdem gehört zur richtigen Pflege des Rhododendrons, dass Du ihn im Frühjahr gut düngst. Verwelkte Blüten sollten direkt entfernt werden, um die weitere Blütenbildung anzuregen. Ein saurer Boden ist ideal, deshalb solltest Du zum Gießen des Rhododendrons am besten kalkarmes Regenwasser aus der Tonne nutzen. Gieße die Pflanze in den warmen und trockenen Sommermonaten am besten morgens und abends, denn sie braucht viel Wasser. Auch nach dem Rückschnitt benötigt der immergrüne Strauch ein besonderes Maß an Pflege: Jetzt solltest Du ihn düngen, mulchen und gießen. Im Winter ist es ratsam, den Rhododendron mit einem Netz abzudecken und somit vor Frostschäden zu schützen.


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Eine gute Rhododendron Pflege beginnt schon bei der Vorbereitung des Bodens und der Auswahl der Erde. An einem ungeeigneten Standort und mit einer für den Strauch suboptimalen Erde werden alle anderen Pflegemaßnahmen nicht den gewünschten Effekt haben. Mit der Standort- und Erdauswahl solltest Du den natürlichen Lebensraum des Rhododendrons – also die Gebirgswälder Asiens – so gut wie möglich nachempfinden. In Bezug auf den Boden bedeutet das, dass dieser locker und gleichmäßig durchfeuchtet sein sollte. Nur ein lockerer Boden ist ausreichend wasserdurchlässig und verhindert, dass sich Staunässe bildet. Das ist von höchster Bedeutung, denn Staunässe verträgt Dein Rhododendron überhaupt nicht. Der Flachwurzler hat sehr feine Wurzeln, welche bei stehender Nässe schnell verfaulen. Ein lehmiger Boden im Garten sollte daher unbedingt mit Sand oder sogar einer Drainage aufgelockert werden. So stellst Du sicher, dass sich bei Regen nicht zu viel Wasser im Untergrund stauen kann. Weiterhin wichtig: Der Boden sollte möglichst sauer – also kalkarm – sein. Ein pH-Wert zwischen 4 und 5 ist ideal. Zu guter Letzt solltest Du darauf achten, dass das Erdreich humus- und nährstoffreich ist. Bei einem kargen Boden ohne Humus drohen Krankheiten wie Chlorose oder Mangelerscheinungen durch Eisen- oder Stickstoffmangel.



Ein Rhododendron benötigt viele Nährstoffe, damit er gut wachsen, gedeihen und zahlreiche Blüten ansetzen kann. Daher ist das Düngen des Strauchs einer der wichtigsten Punkte bei der Pflege. Rhododendren sind Flachwurzler. Ihr Wurzelwerk verzweigt sich daher bereits direkt unter der Erdoberfläche sehr stark. Dies ist wichtig zu wissen, denn aus ebendiesem Grund ist es sehr wichtig, dass sich in der oberen Erdschicht viele Nährstoffe befinden. An die in den tieferen Erdschichten gelösten Nährstoffe kann der Strauch nämlich gar nicht gelangen. Das Düngen erfolgt am besten mit einem speziellen Rhododendrondünger oder einem organischen Biodünger. Letzteres ist preiswerter und verhindert eine Überdüngung des Strauchs. Als organischer Biodünger eignen sich beispielsweise ein Kompost aus Laub oder Kaffeesatz. Grundsätzlich gilt: Finger weg von Düngern, die Kalk enthalten, denn diese erhöhen den pH-Wert im Boden, was der Strauch nicht gut verträgt. Der richtige Moment für die Düngung des Rhododendrons ist zwischen April und Oktober. Eine einmalige Düngergabe reicht aber nicht aus. Du solltest in diesem Zeitraum regelmäßig Nährstoffe von außen zuführen, um das Wachstum des Strauchs zu unterstützen und eine üppige Blüte anzuregen. Gib lieber einmal monatlich eine kleinere Düngermenge als nur einmal im Jahr viel zu düngen, denn aus der Erdoberfläche werden die Nährstoffe schnell wieder herausgespült. 


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Auch das Gießen ist wichtig, um den Rhododendron richtig zu pflegen. Einen hohen Stellenwert hat die externe Wasserzufuhr in den warmen Sommermonaten. In dieser Zeit bereitet der Strauch schon die Triebe und Knospen für das kommende Frühjahr vor. Leidet er jetzt unter Trockenheit, wird die Blüte im Folgejahr spärlich ausfallen. Das Wasser sollte kalkarm sein, da sich sonst der pH-Wert im Boden erhöht, was der Strauch nicht gut verträgt. Am besten ist es, das Regenwasser in einer Tonne aufzufangen und zum Gießen des Rhododendrons zu verwenden. In trockenen Sommern mit wenigen Regenfällen ist das aber nicht immer möglich. Dann musst Du auf Leitungswasser zurückgreifen. Sollte dieses einen hohen Kalkgehalt aufweisen, fülle das Gießwasser ab und gib ein wenig Torf oder Rindenmulch hinzu. Lass dieses Gemisch eine Weile stehen und nutze es erst dann, um den Rhododendron zu gießen. Auf diese Weise wird das Wasser saurer und für den Strauch besser verträglich. Gieße ihn bei Trockenheit am besten in den Morgen- und Abendstunden, damit nicht so viel Wasser aus der Erdoberfläche gleich wieder verdunstet. Ein etappenweises Gießen ist empfehlenswert, damit das Wasser nicht an der trockenen Erde abperlt. Gieße zunächst zweimal kurz Wasser auf die Erde und wässere nach 15 Minuten noch einmal ausgiebig nach. 

Der Rhododendron liebt einen feuchten Boden. Kurzfristige Trockenheit übersteht er ohne Probleme. Sollte der Boden aber zu lange trocken bleiben, vertrocknen die kurzen und feinen Flachwurzeln sehr schnell. Deshalb solltest Du das Erdreich durch regelmäßiges Gießen stets feucht halten. Zu viel Nässe ist aber ebenfalls nicht gut, denn wenn sich Staunässe im Erdreich bildet, verfaulen die Wurzeln des Rhododendrons sehr schnell. Dann besteht die Gefahr, dass der gesamte Strauch eingeht. 

Wenn Du gemerkt hast, dass der ursprüngliche Standort für Deinen Rhododendron nicht ideal war oder ihn aus einem anderen Grund an eine andere Stelle in Deinem Garten umsetzen möchtest, solltest Du dies am besten im Mai erledigen. Alternativ kannst Du ihn auch im frühen Herbst – also von Anfang September bis Mitte Oktober – noch umsetzen. Vorsicht ist lediglich nach einem radikalen Rückschnitt geboten: Danach sollte der Strauch für etwa zwei Jahre an seinem Standort stehen bleiben. Nun braucht er nämlich viel Kraft, damit er das Kronenwachstum vorantreiben kann. Diese Energie kann er nach einem Standortwechsel aber nicht aus den Wurzeln gewinnen. 

Der pH-Wert von Torf ist von Natur aus äußerst niedrig: Er schwankt zwischen 2,5 und 3,5. Daher eignet er sich gut, um den pH-Wert in der Erde zu senken, wenn der Boden für den Rhododendron nicht sauer genug sein sollte. Bei der Dosierung ist aber etwas Vorsicht geboten: Zu viel Torf in der Erde lässt den Boden wirklich sehr sauer werden. Während der Rhododendron damit noch gut zurechtkommt, gilt das für viele andre Pflanzen nicht. Deshalb könnten andere Gartenpflanzen in der Umgebung dann aufgrund des zu niedrigen pH-Wertes eingehen. 

Kaffeesatz ist ein idealer organischer Dünger für den Rhododendron. Er enthält alle wichtigen Nährstoffe, die ein Rhododendron benötigt – allerdings nur in geringer Menge. Daher musst Du mit Kaffeesatz entsprechend häufiger düngen. Zudem wirkt der Kaffeesatz leicht bodenversauernd und ist in der Lage, das Erdreich mit Humus anzureichern. Damit bietet Kaffeesatz als Biodünger für den humusliebenden und sehr kalkempfindlichen Rhododendron ideale Voraussetzungen. Du kannst ihn aufgrund der vergleichsweise niedrigen Nährstoffkonzentration auch zusätzlich zu anderen Düngern einsetzen. Eine Kombination mit Hornmehl bietet sich ebenfalls gut an. 

Blaukorn ist ein Volldünger, der prinzipiell alle für den Rhododendron wichtigen Nährstoffe bietet. Allerdings sind diese in hoher Konzentration enthalten, weshalb Du beim Düngen mit Blaukorn auch immer etwas Vorsicht walten lassen solltest. Andernfalls droht eine Überdosierung, die schädlich für den Strauch wäre. Dazu kommt noch, dass Blaukorn nach der Düngung durch den Regen ausgewaschen werden kann. Dadurch gelangt er schnell ins Grundwasser – was Du der Umwelt zuliebe auf jeden Fall vermeiden solltest. Daher gilt grundsätzlich: Verwende höchstens 40 bis 120 Gramm pro Quadratmeter für die Düngung mit Blaukorn. Die genaue Düngergabe sollte an die Größe Deines Rhododendrons angepasst werden. 

Ja, ein Rhododendron kann tatsächlich überdüngt werden. Dieses Problem tritt sogar häufig auf – vor allem, wenn handelsübliche Volldünger in zu hoher Dosis verwendet werden. Bei einer Überdüngung wird dem Inneren des Rhododendron Wasser entzogen, sodass die Blattränder eine Verbrennung aufweisen. Diese ist ein typisches Indiz dafür, dass zu viel Dünger verabreicht wurde. Halte Dich daher unbedingt an die vom Hersteller empfohlene Dosierung, wenn Du einen Volldünger wie Blaukorn verabreichst. Alternativ kannst Du auch natürliche Biodünger wie Kompost aus Laub oder Kaffeesatz verwenden, da eine Überdüngung hiermit nicht so schnell möglich ist.

Den Standort Deines neuen Rhododendron solltest Du sorgfältig wählen. Denn er soll hier ja für immer stehen und für Dich und alle Betrachter blühen. Rhododendren stammen ja ursprünglich aus dem asiantischen Raum. Sie fühlen sich aber bei uns längst heimisch, wenn wir ihnen den richtigen Rhododrendron Standort anbieten. Der Rhododendron steht in Deinem Garten nicht gerne in der vollen Sonne. Diese kann bei uns im Hochsommer ganz schön vom Himmel brennen und sie kann dem schönen Gewächs sehr zusetzen.


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Daher solltest Du Deinen Rhododendron zwischen andere Pflanzen platzieren, aber ohne ihm Licht und Luft zu nehmen. Idealer Weise steht Dein Rhododendron zwischen Bäumen. Es können gerne Nadelhölzer sein, die ihm Platz genug lassen und ihn vor der Sommerhitze schützen. Umsetzen mag der Rhododendron nicht so gerne, weshalb Du von vornherein auf den perfekten Rhododendron Standort achten sollst. Er mag gute, kräftige Erde, die alkalisch ist.

Natürlich soll Dein neuer Rhododendron Strauch ein Eyecatcher in Deinem Vorgarten oder Deinem Garten werden. Aber wie wir schon gehört haben, mag er die volle Sonne einfach nicht so. Als Eyecatcher eignet er sich dennoch, wenn Du bei der Bepflanzung geschickt vorgehst. Lass den Rhododendron also niemals völlig kahl im Vorgarten stehen. Dort sieht er zwar gut aus, aber Du wirst nicht lange Freude an ihm haben. Die volle Sonne schadet seinen herrlichen Blüten, denn sie lässt diese regelrecht verbrennen. Es gibt allerdings einige hybride Arten von Rhododendron, die einen sonnigen Standort nicht nur mögen, sondern diesen sogar bevorzugen.  

Wenn Du Bäume pflanzen kannst, setze den Rhododendron also besser unter Nadenhölzer und unter andere Bäume. Er verträgt sich aber auch sehr gut mit einer ganzen Reihe von anderen Pflanzen, mit denen er im Sommer zusammenstehen kann. Als nächster Nachbarn im Beet mag der Rhododendron zum Beispiel zahlreiche Heckenarten, große Farne, aber auch viele Gartenblumen. 

Wie oben bereits erwähnt, mag der Rhododendron es schon gerne ein wenig sonnig, solange er nicht in der vollen Hitze steht. Daher ist der totale Schatten eher nicht der rechte Standort für Deinen neuen Rhododendron. Aber im Halbschatten steht er sehr gerne und er verträgt sich, wie gesagt, mit vielen anderen Pflanzen. Dennoch solltest Du dem Rhododendron immer genug Raum zur Entfaltung lassen. Du möchtest ja, dass er sich ausbreitet und einen großen Busch bildet. Wenn der Rhododendron zu sehr in seinem Platz beschränkt wird, kann er seine herrliche Blütenpracht nicht so gut entfalten. 

Ein kleiner Rhododendron wächst fast überall. Du kannst ihn sogar in einen kleinen Topf pflanzen. Besser noch ist allerdings ganz normaler, nicht allzu tiefer Blumenkübel. Der Vorteil beim Einsatz von Blumenkübeln ist, dass Du nicht unbedingt einen Garten besitzen musst. Im Kübel wächst und gedeiht der Rhododendron sehr gut, wenn Du ihm die richtigen Lebensbedingungen darin schaffst. Du musst also noch nicht einmal auf dem Balkon auf einen schönen, kleinen Rhododendron verzichten. Ganz gleich ob nun auf der Terrasse, auf dem Balkon oder draußen im Garten, an einem Rhododendron hast Du immer Deine Freude. 

Dein Rhododendron liebt humusreiche, lockere Erde. Ist diese Erde auch noch kalkfrei, gedeiht der Rhododendron in ihr einfach prächtig. Du solltest die Erde rund um den Rhododendron wirklich regelmäßig lockern, damit er gut wächst und sich gleichmäßig ausbreitet. Auch aufs richtige Gießen solltest Du beim Rhododendron achten. Denn er muss ständig feucht gehalten werden, ohne dass er zu nass steht. Regelmäßiges, aber mäßiges Gießen ist also angesagt, damit es etwas wird mit der alljährlichen Rhododendron Pracht. 



Du hast ja bereits mitbekommen, dass der Rhododendron auch in Töpfen oder in Kübeln gehalten werden kann. Daraus ziehen wir die Schlussfolgerung, dass es sich bei ihm nicht um einen Tiefwurzler handeln kann. Ganz im Gegenteil, der Rhododendron ist, im Verhältnis zu seinem oberirdischen Pflanzenwuchs, ein regelrechter Flachwurzler. Er besitzt also nur sehr kurze Wurzeln, die sich aber enorm ausbreiten können. Daher sollte für den Rhododendron immer ausreichend Fläche vorhanden sein. 



Wenn Dein Rhododendron im Vorgarten oder im Garten steht, kannst Du ihn in einem harten Winter mit etwas Tannenreisig abdecken. Bitte achte unbedingt darauf, Deinen Rhododendron auch im Winter ausreichend zu gießen. Denn die meisten Rhododendronpflanzen, die den Winter nicht überleben, sind nicht etwa verfroren, sondern sie sind regelrecht verdurstet. Das kann sehr leicht passieren, da wir den Denkfehler begehen, Pflanzen bräuchten im Winter weniger oder gar kein Wasser. 

Nicht nur der Rhododendron, sondern auch viele andere Arten von Pflanzen benötigen also auch im Winter genügend Flüssigkeit. Damit Dein Rhododendron immer gut mit Nährstoffen versorgt ist, solltest Du an eine adäquate Düngung mit Pflanzensubstrat denken. Dann kommt Dein Rhododendron gut über den Winter. Töpfe und Kübel kannst Du zum Überwintern an einen geschützten Ort im Freien, im Schuppen oder im Keller stellen. Bitte achte auch in Töpfen und Kübeln auf ausreichende Versorgung mit Nährstoffen und Wasser. 

Die meisten Sorten des Rhododendrons sind immergrün. Diese Sorten behalten auch im Winter ihr Laub. Wenn Du Dich für einen immergrünen Rhododendron entscheidest, hast Du selbst in der kalten Jahreszeit einen grünen Farbtupfer im sonst meist kargen Garten. Darüber hinaus ist ein immergrüner Rhododendron als Heckenpflanze perfekt, eben weil er mit seinem Laub das ganze Jahr über für einen guten Sichtschutz sorgt. Aber Vorsicht: Es gibt auch Sorten, die sommergrün sind und ihre Blätter im Herbst verlieren. Das gilt beispielsweise für viele Vertreter der Azaleen, welche eine Unterart der Rhododendren sind. So werfen beispielsweise die Azaleen namens Rhododendron pontica und Rhododendron mollis im Herbst ihr Laub ab. 

Die Wuchshöhe des Rhododendrons hängt davon ab, um welche Art und Sorte es sich handelt. Es gibt zum Beispiel Zwerg-Rhododendren, die sich durch einen besonders kompakten Wuchs auszeichnen und eine Größe von lediglich 30 bis 100 Zentimetern erreichen. Viele Züchtungen erreichen eine mittlere Wuchshöhe von etwa zwei Metern. Es gibt aber auch großblumige Hybriden, die gut und gerne drei bis vier Meter hoch werden. Wichtig zu wissen: Fast alle Rhododendren wachsen sehr langsam. Es dauert einige Jahre, bis sie ihr endgültige Wuchshöhe erreicht haben. 

Bei Tier- und Bienenfreunden haben Rhododendren einen eher schlechten Ruf, denn oft wird behauptet, die fremden Pflanzen gehörten nicht in unsere Gärten. Angeblich würden sie für Bienen, Schmetterlinge und andere Nützlinge keine Nahrung und keinen Lebensraum zur Verfügung stellen. Das stimmt so aber nicht. Es gibt einige Rhododendren-Arten, die in Deutschland heimisch sind. Auch für Bienen und Hummeln sind die Sträucher durchaus wertvoll, denn gerade die früh blühenden Sorten bieten den fliegenden Insekten zu einer Zeit Nahrung an, in der viele andere Pflanzen noch lange nicht blühen und das Nahrungsangebot somit noch knapp ist. 

Die natürliche Blütezeit des Strauchs liegt im Frühjahr. Mittlerweile gibt es aber etliche Züchtungen, die auch außerhalb dieses Zeitraums blühen, sodass Du mit einer cleveren Auswahl für eine schöne Blütenpracht sorgen kannst, die viele Monate andauert. Grundsätzlich unterscheidet man frühblühende Sorten von jenen Züchtungen, die im späteren Frühjahr blühen. Zu Ersteren gehören unter anderem die Sorten Rh. Hybride 'Kromlauer Parkperle', Rh. yakushimanum 'Aprilmorgen', Rh. Hybride 'Minas Snow', Rh. Hybride 'Friesiane' und Rh. yakushimanum 'Wanna Bee'. Im April bis Mitte Mai blühen beispielsweise die Sorten 'Andrea', 'Susan' und 'Bengal'. Darüber hinaus gibt es Rhododendren, die ihre Blüten erst im Sommer öffnen. Von Ende Mai bis Mitte Juni zeigen neben vielen anderen Züchtungen beispielsweise 'Azurro', 'Blue' und 'Anastasia' ihre Blütenpracht, während die Sorten des Rhododendron viscosum im Juli blühen. Einige spätblühende Sorten erfreuen den Hobbygärtner sogar erst im Frühherbst mit ihrer Blütenpracht. Das gilt für 'Herbstfreude', 'Cunningham`s White', 'Herbstzauber', 'Herbstgruß', Rh. yakushimanum 'Koichiro Wada' und 'Weinlese'. Die genaue Blütezeit hängt auch immer vom Standort, der Witterung und der Temperatur ab, sodass sie etwas variieren kann. Die meisten Sorten blühen nur einmal im Jahr. 

Profis vermehren den Rhododendron nicht mit Ablegern, sondern durch Veredelung oder Stecklinge. Im privaten Bereich ist es aber durchaus möglich, den Rhododendron durch Ableger zu vermehren. Diese Variante stellt für den Hobbygärtner sogar die beste Lösung dar. Der Grund dafür, dass im Profi-Gartenbau Ableger nicht zur Vermehrung verwendet werden, liegt einfach darin, dass die Mutterpflanzen viel Platz brauchen, während die Ausbeute an jungen Pflanzen gleichzeitig eher gering wäre. Diese Faktoren spielen im heimischen Garten kaum eine Rolle, weil keine hohen Stückzahlen erforderlich sind und keine gartenbaulichen Normen in Bezug auf den Wuchs und die Qualität der Pflanzen eingehalten werden müssen. 

Die Vermehrung mit Ablegern ist recht einfach: Verwende am besten einen älteren Rhododendron, der bodennahe Seitentriebe hat. Wähle einen Seitentrieb aus, der lang und wenig verzweigt ist. Entferne ihn, schneide alle Seitentriebe davon ab und schneide auf der Unterseite, wo der Triebabschnitt in die Erde kommen soll, ein kleines Rindenstück ab. Dieser sogenannte Verwundungsschnitt wird in eine flache Erdmulde gelegt und mit einem Zelthaken befestigt. Das Triebende fixierst Du mit einem Stützstab und bindest die Triebspitze nach oben. Fülle die Mulde nun mit Humus oder Rhododendronerde auf und gieße den Ableger mit kalkarmem Wasser an. 

Bei guter Pflege, an einem geeigneten Standort mit einer optimalen Erde und bei der passenden Witterung kann ein Rhododendron sehr alt werden. Die Heimat der Rhododendren sind Laub- und Mischwälder mit gleichmäßig feuchten Böden ohne Kalk und mit einem hohen Humusgehalt. Je nach Abstammung wachsen Rhododendren in ihrer natürlichen Umgebung zu sehr großen Sträuchern heran und werden dort teils mehr als 100 Jahre alt. Auch hierzulande gibt es in Rhododendrongärten einzelne Sträucher, die dieses Alter erreichen. Selbst Topfazaleen, die eine Unterart des Rhododendrons bilden, können bei guter Pflege 20 bis 30 Jahre alt werden. 

Alle Pflanzenteile des Rhododendrons sind für Mensch und Tier giftig – also die Früchte, Triebe, Blüten, Blätter und sogar Pollen und Nektar. Hierbei bilden nur wenige Rhododendronsorten eine Ausnahme. Bei den meisten Sorten genügt es, ein Blatt oder eine Blüte zu verzehren, um Vergiftungserscheinungen auszulösen. Die enthaltenen giftigen Stoffe sind beispielsweise Andromedotoxin und Acetylandromedol, Gifte aus der Klasse der Diterpene und auch Grayanotoxine. Je nach Sorte kommen sie in unterschiedlich hoher Konzentration vor, weshalb es schwierig ist, eine kritische Dosis zu definieren. Zu den Symptomen nach Verzehr gehören starker Speichelfluss, Schleimhautreizungen, Schwindel, Hautkribbeln und Übelkeit.

Es gibt einige typische Krankheiten und Schädlinge, die den Rhododendron befallen können. Deshalb solltest Du den Strauch regelmäßig untersuchen, denn oftmals können eine frühzeitige Behandlung und eine intensive Pflege ein komplettes Absterben des Rhododendrons noch verhindern. Sofern die Blätter nicht mehr ihr leuchtendes Grün aufweisen und sich verfärben oder Du ungewöhnliche Insekten bemerkst, sind schnelle Hilfsmaßnahmen erforderlich. 


Häufige Erkrankungen, die beim Rhododendron auftreten, sind Stickstoffmangel, Eisenmangel, die Rhododendronwelke, die Chlorose, das Knospensterben, der Echte Mehltau und ein Pilzbefall mit unterschiedlichen Arten von Pilzen. All diese Erkrankungen äußern sich durch unterschiedliche Symptome. Schau daher genau nach, welche ungewöhnlichen Anzeichen Du bei Deinem Rhododendron feststellst, um die richtige Ursache und somit auch die optimale Behandlung zu ermitteln.


Zusätzlich ist der Rhododendron leider auch bei Schädlingen sehr beliebt. Sie befallen den Strauch, um ihn als Nahrungsquelle zu nutzen, wodurch es ebenfalls zu typischen Krankheitsanzeichen kommt. Der Dickmaulrüssler beispielsweise ernährt sich von den Blättern und Wurzeln. Die Blattränder sehen daher angefressen aus. Als natürliche Fressfeinde können Dir Fadenwürmer bei der Bekämpfung dieser Schädlinge helfen. Weitere häufige Schädlinge beim Rhododendron sind die Rhododendronhautwanze, Blattläuse und die Weiße Fliege.


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Braune Blätter kommen beim Rhododendron recht häufig vor. Oftmals treten diese bei Sorten auf, die nicht ganz so winterhart sind. Dann drohen bei windigem und kaltem Wetter im Winter Frostschäden, die sich durch braune Blätter und Blattränder sowie durch abgestorbene Blütenknospen äußern. Um das zu vermeiden, solltest Du empfindlichere Rhododendron-Sorten schon vor dem Winter mit Schilfmatten oder Tannenreisig abdecken, damit der Strauch einen zusätzlichen Kälteschutz hat. Sind bereits Frostschäden aufgetreten, solltest Du diese im Frühjahr zurückschneiden.


Darüber hinaus gibt es auch Pilzerkrankungen, die beim Rhododendron auftreten und zu braunen Blättern führen können. Das gilt für Phytophthora, Botryosphaeria und Phomopsis. Typisch für einen Befall mit Phytophthora ist beispielsweise, dass sich die Mittelrippen der Blätter braun färben. Bei Pilzbefall solltest Du ein Fungizid verwenden und befallene Blätter entfernen. Außerdem ist es ratsam zu düngen, um den Strauch bei der Regeneration zu unterstützen. Weitere Erkrankungen, die zu braunen Blattspitzen oder braunen Blatträndern führen können, sind die Blattfleckenkrankheit sowie die Grauschimmelfäule. Auch hier ist es sinnvoll, ein Fungizid einzusetzen, betroffene Blätter im Hausmüll zu entsorgen und gegebenenfalls die Standortwahl zu kontrollieren. Diese Erkrankungen treten nämlich insbesondere bei einem zu feuchten und warmen Standort auf. 



Gelbe Blätter beim Rhododendron weisen oftmals darauf hin, dass etwas mit der Nährstoffversorgung nicht stimmt. Bei Stickstoffmangel nehmen die Blätter der vorherigen Jahre eine gelbe Farbe an. Später wird das alte Laub sogar abgeworfen, was auf einen starken Stickstoffmangel hindeutet. Er lässt sich beheben, indem Du das Erdreich am Standort des Rhododendrons verbesserst und Stickstoff einarbeitest. Das klappt zum Beispiel mit reifem Kompost oder Kaffeesatz. Zudem sollten alle gelb verfärbten Triebe und Blätter entfernt werden, damit der Strauch seine neu gewonnene Energie in die Bildung gesunder Triebe stecken kann.


Eine weitere Ursache für gelb verfärbte Blätter ist Eisenmangel. Die Blätter nehmen dann ein intensives Zitronengelb an. Zusätzlich bilden die Blattadern ein Gitter und die Blätter vertrocknen vom Blattrand ausgehend bis zur Blattmitte. Eisenmangel resultiert oft aus einem zu kalkhaltigen Boden. Auch Staunässe begünstigt einen Eisenmangel, weil das Wasser dann das Eisen aus der Erde herausspült. Staunässe kann durch die Einarbeitung von Sand oder eine Drainage verhindert werden. Ein zu hoher pH-Wert lässt sich durch Mulch oder Kaffeesatz senken. Auch eine Chlorose kann hinter gelben Blättern beim Rhododendron stecken. Sie tritt bei einem zu trockenen Boden oder einem ungünstigen Kalkgehalt auf. 

Mit hängenden Blättern zeigt der Rhododendron oftmals als Erstes, dass etwas mit seiner aktuellen Lebenssituation nicht in Ordnung ist. Sie sind ein Anzeichen für Stress, der mehrere Ursachen haben kann. In aller Regel stecken Pflegefehler dahinter: Wassermangel, zu kaltes Gießwasser oder Staunässe sind besonders häufig für hängende Blätter verantwortlich. Der Strauch kann seine Blätter aber auch hängen lassen, wenn der Standort zu kalt oder zu warm ist. Plötzliche Temperaturwechsel führen ebenfalls nicht selten zu hängenden Blättern beim Rhododendron. Deshalb gilt in diesem Fall: Überprüfe noch einmal die Pflege Deines Rhododendrons und passe sie entsprechend an. 

Die Blütezeit des Rhododendrons beginnt meist Ende April. Bleibt sie aus, liegt das meist an einem suboptimalen Standort. Ist der Boden zu lehmig und dicht, haben die Wurzeln keine Chance, die Erde zu durchdringen. Trotzdem gehen sie häufig nicht sofort ein, sondern halten auch am ungünstigen Standort einige Jahre durch – allerdings ohne zu blühen. Setze Deinen Strauch in diesem Fall an einen besseren Standort mit durchlässiger und humusreicher Erde um. Auch Lichtmangel, ein Rückschnitt im Frühjahr oder ein Befall mit der Rhododendron-Zikade sind Ursachen für eine ausbleibende Blüte beim Rhododendron. 

Der häufigste Grund dafür, dass der Rhododendron verwelkt und langsam abstirbt, ist die Wurzelfäule. Sie wird durch den Pilz Phytophthora verursacht, der insbesondere bei nicht durchlässigen und zu nassen Böden auftritt. Der Pilz blockiert die Wurzeln der Pflanze, wodurch sie früher oder später komplett eingeht. Leider ist es für Gegenmaßnahmen bereits zu spät, wenn die Wurzelfäule einmal eingesetzt hat. Deshalb solltest Du dieser Pilzerkrankung von Anfang an vorbeugen, indem Du mit Rindenhumus und Torf für eine gute Drainage in der Erde sorgst und so Staunässe verhinderst. 

Da die ideale Pflanzzeit des Rhododendrons im Frühjahr ist, solltest Du Dir Pflanze am besten auch Anfang des Jahres im Handel kaufen. Im zeitigen Frühling werden Rhododendren auch meist in Gartencentern und Baumärkten angeboten. Eine noch umfangreichere Auswahl findest Du aber online, wo Du aus zahlreichen unterschiedlichen Sorten und Farben auswählen kannst. Auch im Sommer kannst Du im Internet noch Rhododendren kaufen, während es die Sträucher im Fachhandel vor Ort dann meist nicht mehr im Angebot gibt. Das Pflanzen im Sommer ist zwar nicht so günstig wie im Frühling, aber immer noch möglich.

Zunächst gilt es, die passende Rhododendron-Sorte auszusuchen. Überlege Dir dafür, wo Du den Strauch platzieren möchtest, denn die Lichtverhältnisse und die Bodenbedingungen am Standort sind entscheidend dafür, welche Sorte gut geeignet ist. Grundsätzlich gilt: Halbschattige Plätze und leicht saure Böden werden von den meisten Rhododendren gut vertragen. Allerdings gibt es auch Sorten, die mit sonnigen Standorten gut zurechtkommen. Nicht nur die Sortenwahl ist beim Kauf von Bedeutung, Du musst auch noch die Frage klären, ob Du Container- oder Wurzelware bevorzugst. Letztere ist etwas preiswerter, muss aber direkt nach dem Kauf in die Erde gesetzt werden. Containerpflanzen kosten mehr Geld, lassen sich aber länger lagern. Daher bist Du in Bezug auf die Pflanzzeit etwas flexibler. Zudem wachsen Containerpflanzen in der Regel gut an. Empfehlenswert ist es, bei einem Fachhändler oder einer Baumschule zu kaufen, welche sich auf Rhododendren spezialisiert hat. Dann bekommst Du auch eine gesunde Pflanze, die einen kräftigen und gut verzweigten Wuchs an den Tag legt. Lass die Finger von Rhododendren mit abgebrochenen Trieben, einem verletzten Wurzelballen, welken Blättern, braunen Knospen oder vertrockneten Zweigen. Andernfalls wirst Du Dich an Deinem Rhododendron nicht lange erfreuen können. 

Es ist gar nicht so einfach, sich beim Kauf eines Rhododendrons auf eine Farbe festzulegen, weil einfach so viele verschiedene Farbtöne angeboten werden. Die Blütenfarbe hängt davon ab, für welche Sorte Du Dich entscheidest. Die Sorten Cunninghams White, Hachmanns Picobello, Rexima und Janet Blair blühen beispielsweise in einem strahlenden Weiß. Möchtest Du Deinen Garten mit einer rosafarbenen Blüte verschönern, wähle eine der Sorten Cosmopolitan, Catharine van Tol, Furnivalls Daughter, Korkadia, Vater Boehlje oder Claudine. Rot blühende Rhododendron Hybriden sind Cherry Kiss, Dr.-H.-C.-Dresselhyus, Old Port, Hachmanns Feuerschein, Nova Zembla und Polarnacht. Du bevorzugst die Farbe Violett? Dann sieh Dir die Hybriden Catawbiense Boursault, Marcel Menard, Susan, Goldflimmer, Lees Dark Purple, Catawbiense Grandiflorum und Tamarindos genauer an. In ein wunderschönes, strahlendes Gelb wird Dein Garten mit den Pflanzen Moon Fire, Stadt Westerstede und Goldbukett getaucht. Darüber hinaus gibt es auch bunte Rhododendron Hybriden in ganz unterschiedlichen Nuancen wie etwa bei den Sorten Blue Peter, Graffito, Sun Fire, Gomer Waterer, Norfolk Candy und Brasilia. Mehrfarbig in Weiß und Pink blüht der Rhododendron Picotee. In einem edlen Korallenton strahlen die Blüten des Rhododendron Hybriden Sun Glory, welcher erst Ende Mai und somit vergleichsweise spät blüht. 


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Die Preise für spezielle Rhododendron Erde variieren stark. Günstige Moorbeeterde gibt es schon ab 7 Cent pro Liter, während hochwertigere Spezialerde für Rhododendren und Azaleen mit bis zu 50 Cent je Liter zu Buche schlägt. Die Substrate sind in Bezug auf den pH-Wert und die Nährstoffzusammensetzung optimal auf die Ansprüche von Rhododendren abgestimmt. Es ist aber kein Muss, ein solches Produkt im Handel zu kaufen. Je nach Boden am Standort kannst Du auch ohne Spezialerde auskommen und beispielsweise mit Sand, Torf, Kaffeesatz und Laubkompost dazu beitragen, den Boden an die Bedürfnisse des Rhododendrons anzupassen.

Vorzugsweise lieben Japanische Azaleen halbschattige Standorte. Beispielsweise liebt es die blütenreiche Pflanze im direkten Schatten von hohen Bäumen zu stehen. Dennoch sollte der Ort, an dem Japanische Azaleen ihre herrliche Blütenpracht präsentieren, auf jeden Fall hell sein. Was unbedingt vermieden werden sollte, bei den südostasiatischen Pflanzen, sind Standorte direkt in der prallen Sonne. 

Ebenfalls mögen Azaleen auch keine stehende Nässe. weshalb sie ausschließlich dann dort gepflanzt werden sollten, wenn die Nässe dem Boden ausreichend entweichen kann. Ansonsten kann noch angemerkt werden, dass die Blütenpracht der südostasiatischen Rhododendron-Art nicht ganz so prächtig ausfällt. 

Da es sich bei der Japanischen Azalee, wie beim Rhododendron, um ein sogenanntes Moorbeet Gewächs handelt, sollte die Bodenbeschaffenheit vor allem nährstoffreich sein. Die Japanische Azalee bevorzugt einen humusreichen und sauren Boden. Dabei sind pH-Werte zwischen 4 und 5,5 ideal. 

In Blumencontainern lassen sich Japanische Azaleen vom Frühjahr an, bis den beginnenden Sommer hinein pflanzen, allerdings sollten sie dann gut mit Wasser versorgt werden. Die Herbstzeit eignet sich weniger für die Pflanzung von Azaleen, denn schlecht eingewurzelte Gewächse könnten bei Frost geschädigt werden. Der Pflanzabstand sollte, nachdem die Azaleen ihre Endgröße erreicht haben, 50 bis 80 Zentimeter betragen. Ist der Boden ungünstig, dann muss dieser zuvor gut gelockert werden. Ebenfalls empfiehlt sich eine Drainage und die Anreicherung mit reichlich Humus, wie Laubkompost oder verrotteter Kuhmist. 

Im Japanischen Garten ist es Usus, dass Azaleen nach ihrer Blüte einen kugeligen Formschnitt erhalten. Dennoch ist ein regelmäßiger Schnitt nicht erforderlich, um beispielsweise die Blütenbildung anzuregen. Sofern Sträucher Lücken aufweisen oder einseitige Kronen haben, dann ist durchaus ein stärkere Formschnitt sinnvoll. Dieser darf bis ins alte Holz gehen, um die Pflanze danach wieder neu aufzubauen. Aber Achtung: Azaleen sollten keinesfalls gleich nach dem Verpflanzen auf den Stock zurückgesetzt werden. Zumeist schon der Wurzeldruck allein ausreichend für einen neuen Austrieb.

Die Pflege von Japanischen Azaleen beschränkt sich in aller Regel auf das Gießen und Düngen. Beides allerdings nur in begrenztem Maße. Und wenn sich der Gartenliebhaber für ein leichtes düngen entscheidet, dann sind handelsübliche Rhododendrondünger das Mittel der Wahl. Im Garten blühende Azaleen lassen sich durchaus auch mit einem Gemisch aus Laubkompost und Hornspänen bedecken. Hier ist dennoch Vorsicht geboten - auf keinen Fall dürfen der üblicherweise anfallende Gartenkompost zur Düngung verwendet werden, denn dieser ist zu kalkhaltig. Weiterhin muss beachtet werden, dass die Düngung erst dann erfolgt, wenn nach den Wintermonaten der Boden wieder aufgetaut ist. Sobald dann höhere Temperaturen sowie Sonneneinstrahlung erfolgen, könnte dies Frostschäden hervorbringen, denn die Verwurzelung der Azalee könnte die dann beginnende, höhere Verdunstungsaktivität nicht mehr ausgleichen. Grundsätzlich ist anzuraten, dass stärkere Mulchschichten, die als Frostschutz gedient haben, wieder rechtzeitig vor dem neuen Austrieb der Pflanze entfernt werden. Wenn die Blüte dann begonnen hat, die normalerweise reichlich ausfällt, ist es angesagt viel zu gießen, ansonsten kann der Flor sehr schnell welken. 

Wann die Blütezeit der Japanischen Azalee beginnt, lässt sich nicht pauschal beantworten, denn dies ist sortenabhängig. 

Azaleen blühen, wie der Rhododendron auch, vorrangig im späten Frühjahr. Die konkrete Blütezeit der einzelnen Azaleen-Sorten differiert allerdings. Als Faustregel gilt, dass die meisten Azaleenpflanzen zwischen April und Mai blühen. Es gibt jedoch auch Sorten, bei denen die Blüte bis weit hinein in den Juni reicht. Übrigens, die Blütezeit kann verlängert werden, indem das Verblühte ausgebrochen wird - dies ist überwiegend bei jungen Pflanzen sehr hilfreich. 

Japanische Azaleen sind alleine schon aus optischer Sicht ein Gewinn für den Garten. Dennoch sind die Blüher verhältnismäßig selten zu sehen. Vermutlich liegt dies im etwas aufwendigeren Schutz begründet, den die Pflanzen im Winter benötigen. Ein weiterer Aspekt kommt hinzu, dass eben nicht alle Sorten gleichermaßen frostempfindlich sind. Eines ist jedoch allen Azaleensorten gleich - mit zunehmendem Alter werden die Pflanzen robuster in Sachen Winterkälte. So sind es besonders die jungen Azaleen, die einen guten Winterschutz benötigen. Mit Sackleinen oder mit einem Vlies lässt sich Luftfrost, der die Krone der Pflanze bedroht, recht wirksam begegnen. Gegen die Bodenkälte wirkt eine dicke Laubdecke wahre Wunder. Übrigens reagieren Japanische Azaleen auch recht empfindlich auf die Wintersonne, auch aus diesem Grund ist ein Schutzvlies auf der Krone vielversprechend. 

Japanische Azaleen gelten grundsätzlich als pflegeleicht, dennoch ist regelmäßiges düngen und gießen angesagt. 

Zimmerazaleen blühen in den Wintermonaten. Daher empfiehlt sich ein Azaleendünger, zwischen dem Frühjahr und dem Herbst. Dieser wird einfach dem Gießwasser hinzugefügt. 

Bei Gartenazaleen hingegen bietet es sich an während des Frühjahrs, rund um die Pflanzen herum, eine Humusschicht auf die Erde zu geben. So zieht sich die Azalee die nötigen Nährstoffe direkt aus dem Boden. Gleichzeitig lässt sich auf diese Weise auch die Bodenqualität aufwerten. Ebenfalls sollte darauf geachtet werden, dass der Standort der Pflanze so gewählt wird, dass keine Staunässe entsteht. Und weil alle Azaleen keinen Kalk vertragen, ist das Gießen mit Regenwasser eine ausgezeichnete Idee. 

Diese Frage kann mit einem einfachen "Ja" beantwortet werden. Und zwar findet die Vermehrung über Stecklinge statt. Dies lässt sich recht einfach bewerkstelligen, wenn die Maßnahme von Mitte Juli bis Anfang September vorgenommen wird. Und zwar sollten die Stecklinge bei trockenem Wetter geschnitten werden. Es haben sich drei bis acht Zentimeter lange Triebstücke hervorragend bewährt. Diese werden an der Mutterpflanze abgetrennt und präpariert, indem am Endes des Stecklings ein spitzer Schnitt gesetzt wird. Danach mit der Spitze voran in die Erde stecken.

Zur Unterstützung des Vorgangs empfiehlt es sich zum Beispiel eine Anzuchtstation einzurichten, die mit einer Bodenheizung versehen ist. Ebenso muss zwingend ein kalkfreies Anzuchtsubstrat verwendet werden - bewährt haben sich zwei Teile reiner Weißtorf und ein Teil Quarzsand. Um den Anwuchs Prozess zu unterstützen, kann auch eine Plastikhaube über den jungen Trieb gestülpt werden. Sofern diese Maßnahmen weitestgehend beachtet werden, dürfte dem Vermehrungserfolg der Azaleen dann eigentlich nichts mehr im Wege stehen. 

Japanische Azaleen sind gegenüber Krankheiten und Schädlingen sehr robust. Bei zu hohem pH-Wert oder zu festem Boden können wie bereits erwähnt Kalkchlorosen auftreten, da die Pflanzen dann nicht genügend Eisen aus dem Erdreich ziehen können. Zu den häufigsten Krankheiten zählen Blattflecken-Infektionen und die sogenannte Ohrläppchenkrankheit. Größere Probleme können Pilze der Gattung Phytophthora dem Azaleen-Freund bereiten. Sie sind für die Wurzel- und Stammfäule verantwortlich. Zu den häufigsten tierischen Schädlingen gehört der Dickmaulrüssler, an sehr lufttrockenen Standorten können außerdem Spinnmilben auftreten.

Die Begriffe „Rhododendron“ und „Azalee“ werden häufig als Synonyme verwendet. Doch ganz korrekt ist das nicht. Beide Pflanzenarten haben zwar viele Gemeinsamkeiten in Bezug auf ihre Optik, die Wuchshöhe und die Pflegeansprüche. Nichtsdestotrotz gibt es ein paar entscheidende Unterschiede: So werfen die meisten Freilandazaleen im Winter beispielsweise ihr Laub ab, was für den Rhododendron nicht gilt. Rhododendren sind also immergrün, während viele Freilandazaleen lediglich sommergrün sind. Sie blühen von Mai bis Juni. Dadurch, dass etliche Azaleen ihr Laub im Winter abwerfen, ergeben sich auch in der Art der Verwendung Unterschiede: Gartenazaleen eignen sich aus ebendiesem Grund nur bedingt als Sichtschutz. Im Gegensatz zu Azaleen kommen Rhododendren nicht als Zimmerpflanzen in Frage. Azaleen hingegen werden durchaus als Zimmerazaleen angeboten. Die kleinblättrigen Sorten sind dann immergrün. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass Azaleen insgesamt etwas filigraner sind als Rhododendren. Die Abweichungen erklären sich durch die Botanik: Rhododendren bilden eine Pflanzengattung, die sehr umfangreich ist und sich zur Familie der Heidekrautgewächse zuordnen lässt. Etwa 1000 Arten gehören zur Gattung Rhododendron. Dazu gehören auch die Azaleen, die jedoch nur einen kleinen Anteil der Gattung ausmachen. Azaleen lassen sich wiederum in viele verschiedene Unterarten einordnen. 



Azaleen gibt es weltweit in vielen verschiedenen Sorten. Je nach Sorte blühen sie in Weiß, Rosa, Orange, Gelb oder Rot. Zu den wichtigsten Azaleen gehören die Japanischen Azaleen, die Westlichen Azaleen, die Topfazaleen, die Gartenazaleen, die Flammenazaleen, die Pontische Azaleen, die Indische Azaleen und die Fünfblättrige Azaleen. Weit verbreitet ist vor allem die Japanische Azalee. Es handelt sich hierbei um Azaleen für den Garten, welche sich durch eine eher zierliche Wuchsform auszeichnen. Sie legen pro Jahr nur 60 bis 80 Zentimeter an Wuchshöhe zu und wachsen damit im Vergleich zu anderen Sorten recht langsam. Die Blüten zeigen sich früh im Jahr – meist schon, bevor neue Blätter austreiben. Die Farbe der Japanischen Azalee hängt von der genauen Züchtung ab. Auch die Pontische Azalee ist hierzulande in vielen Gärten zu finden. Dies ist ebenfalls eine winterharte Azalee für das Freiland. Trotz des langsamen Wuchses kann diese Sorte mehrere Meter hoch werden. Sie zeichnet sich durch einen dichten Wuchs und einen süßlichen Geruch aus, weshalb sie auch als Duftazalee bezeichnet wird. Indische Azaleen sind Zimmerazaleen, die im Topf in der Wohnung kultiviert werden können. Sie eignen sich perfekt für Wintergärten, weil sie einen kühlen Standort bevorzugen. 

Gartenazaleen können je nach Sorte unterschiedlich hoch werden. Es gibt sehr kleine Azaleen, die weniger als einen Meter hoch werden. Auch mittelhohe Sorten sind erhältlich. Sie erreichen Wuchshöhen zwischen einem und anderthalb Meter. Darüber hinaus werden im Handel auch noch höhere Azaleen angeboten, die bei guter Pflege bis zu drei Meter hoch wachsen können. Die kleinen Azaleensorten sind beliebt, um japanische Gärten oder Steingärten zu gestalten. Höhere Varianten eignen sich hingegen perfekt als Sichtschutz und für Blühhecken. Sie nehmen im Garten nur wenig Platz in Anspruch und sorgen mit ihren farbenfrohen Blüten für attraktive Farbtupfer in jedem Garten.

Die Blütezeit der Gartenazaleen hängt von der jeweiligen Sorte ab. In jedem Fall blühen diese Azaleen im Frühjahr, wodurch sie sich von den Zimmerazaleen unterscheiden. Je nach Sorte erfreut die Gartenazalee Dich bereits im März mit den ersten Blüten. Bei manchen Azaleensorten dauert es aber länger, bis sie zu blühen beginnen. Bei ihnen zeigen sich die Blüten erst im April oder Mai. Deshalb wird im Fachhandel bei den einzelnen Sorten häufig auch angegeben, ob es sich um eine frühe, mittlere oder späte Blüte handelt.

Wenn Du im Haus Zimmerazaleen im Topf hältst, findet die Blütezeit nicht wie bei Gartenazaleen im Frühjahr statt. Meist blühen diese Azaleen im Winter oder im sehr zeitigen Frühling – also im Februar bis spätestens Ende März. In der Sommerzeit ruhen Zimmerazaleen und tanken Kraft für ihre nächste Blüteperiode. In dieser Zeit hast Du die Möglichkeit, sie nach draußen zu stellen, sofern Du ihnen einen windgeschützten und halbschattigen Standort anbieten kannst. Frost vertragen Zimmerazaleen aber nicht: Sobald die Temperaturen in Richtung Nullpunkt fallen, solltest Du Deine Zimmerazalee wieder ins Haus holen. Sonst wird sie die nächste Blütezeit nicht mehr erleben.

Damit die Azalee im Garten gut wächst und gedeiht sowie viele Blüten bildet, ist die richtige Pflanzung wichtig. Zunächst musst Du wahrscheinlich den Boden verbessern, damit der pH-Wert zwischen 5,0 und 5,5 liegt. Dies kannst Du mit Moorbeeterde, Laubkompost und Hornspänen erledigen. Wähle einen halbschattigen Standort mit einem tiefgründigen Erdreich, das viel Humus enthält. Hebe dann das Pflanzloch mit einer Tiefe von 30 bis 50 Zentimetern aus. Der Durchmesser des Lochs sollte ungefähr das Vierfache des Wurzelballens betragen. Pflanze die Azalee in dieses Pflanzloch ein und gieße sie mit kalkfreiem Wasser an. 

Im Gegensatz zu Rhododendren sind viele Azaleen nur sommergrün. Etliche Sorten werfen ihr Laub im Winter komplett ab, weshalb sie auch als Sichtschutz nicht so gut geeignet sind. Es gibt jedoch auch einige Sorten, die immergrün sind und ihr Laub dementsprechend das ganze Jahr über behalten. Dazu gehört zum Beispiel die Japanische Azalee, die sich unter anderem aus diesem Grund einer großen Beliebtheit erfreut. Informiere Dich daher vor dem Kauf, ob es sich um eine sommer- oder immergrüne Azalee handelt – gerade, wenn Du vorhast, damit eine Blühhecke als Sichtschutz für den Garten zu gestalten. 

Ja, alle Azaleensorten sind giftig. Sie gelten als „gering giftig“. Gerade in Haushalten mit Kindern und Tieren ist daher Vorsicht geboten. Es gibt keine genauen Aussagen darüber, welche Dosis zu kritischen Reaktionen führen kann. Erste Vergiftungserscheinungen treten jedoch schon nach dem Verzehr einer einzelnen Blüte oder eines einzelnen Blattes auf. Es kann zu starkem Speichelfluss, Magen-Darm-Problemen und Übelkeit kommen. Auch Empfindungsstören in Armen und Beinen sind möglich. Bei höheren Dosen drohen Krämpfe, Schweißausbrüche, Entzündungen im Magen oder Darm und Herzrhythmusstörungen. Nach Verzehr gilt: Viel Wasser trinken und am besten direkt in der Giftnotrufzentrale anrufen oder notfalls die 112 wählen. 

Grundsätzlich sind Azaleen mehrjährig. Die Gartenazaleen sind je nach Sorte recht winterhart. Ein zusätzlicher Winterschutz ist aber empfehlenswert. Damit auch Zimmerazaleen im nächsten Jahr wieder blühen, sollte die Azalee im Haus im Winter einen kühlen Standort bei 8 bis 16 Grad Celsius erhalten. Zudem ist es wichtig, dass die Zimmerazalee viel Licht abbekommt. Achte darauf, sie regelmäßig zu gießen, vermeide aber Staunässe. Entferne die frisch gebildeten Samenansätze, da diese der Pflanze viel Kraft rauben. Wenn Du diese Dinge berücksichtigt, muss die Zimmerazalee auch nicht nach der ersten Blüte entsorgt werden, wie das in vielen Haushalten üblich ist. 

Azaleen brauchen einen ganz bestimmten Standort, damit sie gut gedeihen und ihre Blütenpracht im vollen Umfang entfalten können. Wichtig ist ein kalkfreier Boden mit einem pH-Wert von 5 bis 5,5, weil zu viel Kalk die Eisenaufnahme aus dem Erdreich verhindert – und dann werden die Blätter Deiner Azalee schnell gelb. Zudem sollte das Erdreich viel Humus enthalten. Sorge dafür, dass die Erde stets locker ist, um stehende Nässe ebenso zu verhindern wie ein Austrocknen des Bodens. Wähle zudem einen halbschattigen Standort mit etwas Sonnenlicht für Deine Azalee aus. Das Plätzchen sollte weder im Vollschatten noch in der prallen Sonne liegen, da die Pflanzen beides nicht so gut vertragen. Obwohl etliche Azaleen winterhart sind, setzen starke Ostwinde ihnen in den kälteren Wintermonaten zu. Deshalb raten wir Dir dazu, einen windgeschützten Standort auszusuchen. Zu guter Letzt solltest Du darauf achten, dass der Boden am Pflanzort Deiner Azaleen im Sommer kühl ist. Stauhitze, die sich in Bodennähe an heißen Tagen schnell bildet, wird von den Pflanzen nicht vertragen. Du kannst den Boden kühl halten, indem Du mit bodendeckenden Gewächsen für Schatten sorgst. Nicht empfehlenswert ist es hingegen, die Sträucher in unmittelbarer Nähe zu großen Bäumen zu pflanzen, denn dann erhalten die Azaleen nicht mehr genügend Nährstoffe. 

In Bezug auf die Winterhärte gibt es je nach Sorte der Azalee Unterschiede. Die meisten japanischen Azaleen sind aber winterhart und kommen mit kälteren Temperaturen gut zurecht. Trotzdem sollte allzu strenge Kälte vermieden werden, weshalb sich im Winter ein zusätzlicher Schutz empfiehlt. Sowohl strenger Bodenfrost als auch starke Winde können der Azalee zusetzen. Mit einer Laubdecke kannst Du den Strauch vor Frostschäden durch den kalten Boden bewahren. Gegen Wind schützt ein windgeschützter Standort oder alternativ ein Vlies. Letzteres hat den Vorteil, dass es gleichzeitig auch die Wintersonne davon abhält, die empfindlichen Blätter der Azalee zu beschädigen. 

Grundsätzlich unterscheidet man Zimmer- und Freilandazaleen voneinander. Erstere werden als Zimmerpflanzen in Töpfen gehalten, letztere können das ganze Jahr über im Garten bleiben. Japanische Azaleen eignen sich gut für die Kultivierung im Garten, wenn Du den richtigen Standort auswählst und darauf achtest, die passende Erde zur Verfügung zu stellen. Prinzipiell sind diese Azaleen sogar winterhart. Bei strengen Frösten ist ein zusätzlicher Winterschutz aber empfehlenswert. Zudem ist ein windgeschützter Standort von großer Bedeutung, da starker Ostwind im Winter von den Freilandazaleen nicht gut vertragen wird. 

Japanische Azaleen werden am besten im zeitigen Frühjahr gepflanzt. Wenn Du Deine Azalee im Container gekauft hast, kannst Du diese auch noch bis in den Sommer hinein in den Garten setzen. Wichtig ist dann aber, auf eine ausreichende Wasserversorgung zu achten, damit die Wurzeln nicht austrocknen und die Pflanze gut anwurzeln kann. Im Herbst sollten Japanische Azaleen nicht mehr gepflanzt werden. Dann haben die Sträucher nicht mehr ausreichend Zeit, sich in der Erde zu verwurzeln, sodass der Frost ihnen stark zusetzen würde. Achte beim Pflanzen darauf, einen Abstand von 50 bis 80 Zentimetern zwischen den einzelnen Azaleen einzuhalten. 

Auch Zimmerazaleen können und sollten den Sommer im Freien verbringen. Ab Mai kannst Du Deine Azalee nach draußen stellen. Du solltest aber die Eisheiligen noch abwarten. Danach stellst Du die Pflanze am besten an einen halbschattigen und gut vor Wind geschützten Platz. Wichtig ist, Zugluft zu vermeiden, denn diese verträgt die Azalee nicht. Du kannst sie auch aus dem Topf nehmen und in ein schattiges Blumenbeet pflanzen. Vor dem ersten Nachtfrost im Herbst solltest Du die Zimmerazalee wieder in die Wohnung holen und dort an einem kühlen Ort überwintern.

Es handelt sich bei Azaleen um Moorbeetpflanzen, die einen sauren Boden bevorzugen. Diese Voraussetzung ist hierzulande häufig nicht erfüllt, weshalb Du das Erdreich vor dem Pflanzen vorbereiten solltest. Stelle sicher, dass der pH-Wert zwischen 5 und 5,5 liegt. Dafür tauschst Du die Erde entweder komplett aus oder verwendest ein spezielles Substrat, um das Erdreich aufzubessern. Zudem solltest Du den Boden auflockern, drainieren und mit Humus anreichern. Arbeite gerne verrotteten Kuhmist und Laubkompost ein. Ist der Boden in Deinem Garten tonig und lehmig, musst Du die Erde am Standort der Azalee austauschen.

Bei Topfazaleen solltest Du stets darauf achten, dass die hübsche Pflanze auch im nächsten Jahr wieder blüht. Dabei gilt zunächst der Rat, bei der Azalee alles Verblühte zu entfernen. Ebenfalls darf die Pflanze ab Mitte Mai in den Garten, auf den Balkon oder die Terrasse umziehen. 

Grundsätzlich solltest Du bereits beim Kauf darauf achten, dass Deine Azalee möglichst zahlreiche Knospen hat, die ein kerzenförmiges Aussehen haben und gleichmäßig entwickelt sind. Der Wurzelballen sollte immer feucht gehalten werden und die Blätter eine frische und grüne Farbe aufweisen. 



Die wichtigste Pflegemaßnahme ist eindeutig das Gießen Deiner Azalee. Im Sommer wird auch extra Wasser benötigt. Das Azaleen Wurzelwerk ist sehr dicht verzweigt und breitet sich lediglich in der obersten Erdschicht aus. So wird bei großer Wärme relativ schnell das Wasser knapp. 

Zu wenig Nährstoffe, Wasser oder Licht - dies können die Ursachen sein, warum deine Azalee selbst nach Jahren nicht blüht. Denn das Blühen kostet jede Menge Kraft. Hast du deine Pflanze im tiefen Schatten gepflanzt und nicht im lichten Halbschatten, dann kann Lichtmangel der Grund sein für den Streik beim Blühen. Durch eine Auslichtung, im Rahmen eines leichten Rückschnitts, kann Abhilfe geschaffen werden. Auch Wassermangel kann zum Blüh-Streik führen, während der Überwinterung. Eine zu strikte Wasserreduzierung, ist entgegen der Anweisung in zahlreichen Ratgebern, kontraproduktiv für die Azalee, vor allem dann, wenn sie am jeweiligen Standort etwas Sonne abbekommt. 

Ebenso kann Nährstoffmangel der Grund für mangelndes Blühen sein. Und Azaleen, die falschen pH-Werten ausgesetzt sind werden ebenfalls unterernährt. Durch Messungen kannst du Abhilfe schaffen. Aber auch ein "Zu viel" an Wasser verträgt die Azalee nicht. Drainagen sind nötig, damit aus dem Wurzelraum überschüssiges Wasser abfließen kann. Dasselbe gilt jedoch auch für eine zu üppige Düngergabe. 

Es besteht der Irrglaube, dass die Azalee auf den Stock gesetzt werden muss, nachdem sie umgepflanzt wurde - weit gefehlt. Eine Azalee solltest Du am besten im Herbst umpflanzen, dann verwurzelt sie deutlich schneller im noch warmen Boden. Dies fördert das Anwachsen. Und jetzt musst Du ebenfalls nur ganz wenig düngen, denn die Pflanze braucht wenig, bis gar keine Düngung. Wenn Du allerdings düngst, dann verwendest Du ein handelsübliches Substrat, noch besser ist es auf einen Dünger organischer Beschaffenheit zu verwenden. Beispielsweise versorgt Du das Gewächs einmal im Jahr mit Laubkompost oder mit Hornspänen. Gartenkompost ist jedoch tabu, dieser enthält deutlich zu viel Kalk. 

Du kannst Deine Azalee nach der Blüte kugelig schneiden, nötig für die Ausbildung von Blüten ist dies allerdings nicht. Ebenfalls gilt die Devise, dass Azaleen vom Grundsatz her gar nicht geschnitten werden müssen. Nur bei einsetzender Verkahlung, bei Lückenbildung oder bei einer einseitigem Kronenbildung, ist kräftigeres zurückschneiden angesagt. 

Auch nach dem Verblühen Deiner Azalee ist kaum Handlungsbedarf zu sehen. Hier gilt jedoch dasselbe wie beim Rückschnitt - nur wenn die Pflanze beginnt zu verkahlen, Lücken zu bilden oder die Tendenz zu einseitiger Kronenbildung einsetzt, vertragen Azaleen entweder einen leichten Rückschnitt, nach der Blüte oder einen starken Rückschnitt. Auch diesen nimmt die Pflanze klaglos an.

Vielen ist nicht bekannt, dass Azaleen auch Blattchlorosen bilden können. Dies ist oft dann der Fall, wenn der pH-Wert des Bodens nicht passt oder dieser ganz einfach zu fest ist. Bekannt ist allerdings, dass die Azalee sehr robust ist, was Schädlingsbefall oder Krankheiten anbelangt. Einzig Blattflecken oder Infektionen, wie zum Beispiel die Ohrläppchenkrankheit, könnten ihr gefährlich werden. Dennoch gibt es eine gewisse Anfälligkeit gegenüber dem Phytophthora Pilz zu vermelden. Dieser kann dann sogar Wurzel- und Stammfäule auslösen. Chlorose, durch Überdüngung, ist hingegen häufiger anzutreffen, bei Azaleen. Sobald die Nährsalzkonzentration zu hoch ist, im Boden, nehmen die Pflanzen kaum noch Wasser auf und können in der Folge vertrocknen.

Sollten sich bei Deiner Azalee gelblich verfärbte Blätter zeigen, dann ist Vorsicht geboten. Dieser Verfärbung kann ein Nährstoffmangel im Boden zugrunde liegen. Dabei handelt es sich dann um eine Blattchlorose, die in den meisten Fällen durch kalkhaltiges Wasser ausgelöst wird. Vor allem dann, wenn Du mit Leitungswasser gießt, ist dies der Fall. Durch zu viel Kalk wird der Boden der Azalee unzugänglich für den wichtigen Nährstoff Eisen, dieser Mangel wiederum bewirkt die gelbliche Verfärbung der Azaleenblätter. Ist die Chlorose allerdings bereits aufgetreten und die Blätter haben sich verfärbt, dann schaffst Du Abhilfe, indem Du die Pflanze einfach mit kalkfreiem Wasser besprühst. Ebenfalls kann eine Schale Wasser auf der Heizung sowie ein Standortwechsel der Gelbfärbung Einhalt gebieten. Bei einer Überdüngung mit Mineralsalzen, besteht die einfachste Lösung im weniger düngen, notfalls topfst Du Deine Azalee in ganz frische Erde um. 

Im Normalfall wachsen Azaleen hervorragend, auch wenn sie nicht regelmäßig zurückgeschnitten werden. Allerdings neigen sie dann zum schnelleren Vergreisen. Ein Rückschnitt dient vor allem dazu, für die gewünschte Optik zu sorgen, den Wuchs kompakt zu halten und die Azalee zu verjüngen. Es ist empfehlenswert, Azaleen etwa alle drei oder vier Jahre zurückzuschneiden, um sie auszulichten. Dann kann wieder mehr Licht ins Innere der Pflanzen dringen, was die Bildung starker Seitenzweige anregt. Dies führt dazu, dass Deine Azaleen wieder mehr Blütentriebe bilden. Ob Du auch die frischen Triebknospen entfernst, musst Du selbst entscheiden. Einerseits kannst Du dadurch Deine Azalee zu einer weiteren Verzweigung anregen, andererseits bedeutet es aber auch, dass der Strauch im nächsten Jahr keine Blüten ansetzen wird. 

Grundsätzlich sind Azaleen sehr schnittverträglich, sodass auch ein radikaler Rückschnitt bis ins alte Holz durchaus möglich ist. Allerdings solltest Du von einem solchen Schnitt absehen, wenn Du Deine Azalee gerade erst verpflanzt hast. Zudem sollte eine eben erst zurückgeschnittene Pflanze nicht direkt an einen neuen Standort gesetzt werden. In beiden Fällen würde der Strauch entweder nur sehr spärlich oder überhaupt nicht mehr austreiben. Ältere Azaleen, die schon länger an ihrem Standort stehen, vertragen einen radikalen Rückschnitt besser. Auch sie treiben danach aber langsamer aus, weshalb es einige Jahre dauern kann, bis die Azalee wieder blüht.

Der Schnitt sollte am besten bei guter Witterung im März erfolgen. Dafür solltest Du eine scharfe Rosenschere verwenden, um saubere und glatte Schnitte zu erzielen. Säubere die Schere vor dem Rückschnitt. Schneide dann zunächst alle abgestorbenen und beschädigten Zweige ab. Auch die Triebe, die nach innen wachsen oder einander überkreuzen, kannst Du problemlos entfernen. Um die Pflanze durch einen Rückschnitt zu verjüngen, schneidest Du alle Triebe auf 30 bis 40 Zentimeter Länge stark zurück. Achte dabei aber darauf, dass die Form der Azalee dennoch erhalten bleibt. 

Nach der Blütezeit bilden Azaleen bereits ihre Knospen für die kommende Blüte im nächsten Jahr. Daher ist der Spielraum zum Zurückschneiden der Pflanze sehr eingeschränkt. Der richtige Zeitpunkt, um Freilandazaleen zurückzuschneiden, liegt aus diesem Grund meist im März – und zwar noch bevor die Pflanze austreibt und das neue Laub gebildet wird. Achte darauf, dass am Tag des Rückschnitts die Witterung mild und trocken ist. Bei ungünstigen Wetterverhältnissen kannst Du mit dem Schnitt auch bis Anfang April warten. Von einem Rückschnitt im Herbst oder Winter ist unbedingt abzusehen. Meist sterben die beschnittenen Triebe dann ab und im schlimmsten Fall geht die Azalee sogar komplett ein. 

Wenn die Blütezeit der Azalee vorbei ist, steht die Blütenpflege an. Das bedeutet, dass Du Verblühtes vorsichtig ausputzen solltest. Dafür benötigst Du weder eine Schere noch eine Säge, sondern lediglich Deine Finger: Greife mit Zeigefinger und Daumen nach dem kurzen Triebstück, das sich unterhalb der verwelkten Blüte befindet. Knipse den abgestorbenen Blütenstand nun ab oder breche ihn seitlich weg. Achte darauf, die neuen Knospenansätze nicht zu beschädigen, damit die Azalee im nächsten Jahr in voller Pracht blühen kann. 

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